Higlands und Mythen: So startete unsere Schottland Rundreise ( Planung und DFDS Fähre Erfahrung)

Veröffentlicht am 4. November 2025 um 23:02

Highlands & Mythen: So startete unsere Schottland Rundreise (Planung & DFDS Erfahrung)

 

enthält Werbung durch Nennung eines Reiseplaners und Fährenanbieter

 

Wir alle kennen das. Entweder ist es dieser eine Wunsch der einem schon ewig lange im Kopf hängt. Oder es ist dieses eine Projekt, das man unbedingt mal bewältigen will, dieses eine Ziel an dem man irgendwann mal landen möchte oder eben dieses eine Ding mal zu besitzen. Das kann privat sein oder beruflich, große oder kleine Dinge, Wunschträume oder Realisierbares das man einfach noch nicht in Angriff genommen hat.

Die Gründe sind da ja vielfältig und reichen von finanziellen Dingen, über Gesundheit, Job, Familie bis hin zur Motivation. Und manchmal kommt man dann eben doch dazu dies zu realisieren oder, wie in meinem Fall, es passiert etwas das dich realisieren lässt das du Möglichkeiten, Momente und Erfahrungen einfach nicht immer verschieben kannst. Und das wenn dieser eine Moment vergeht ohne das du ihn nutzt, bekommst du die Chance eventuell nie wieder.

Ich habe die Chance bekommen, durch meinen Mann... ja da bin ich schon ehrlich mit mir selbst, allein wäre das für mich so nicht machbar gewesen. 

Seit meiner Kindheit war es immer mein Traum eine bestimmt Reise zu machen um an einem bestimmten Punkt zustehen und an einem anderen ein bestimmtes Bild zu machen. Und ich bekam die Chance und diese beiden Momente kamen und haben mich total überwältigt. Für manche klingt es ultra kitschig. Aber das ist mir egal. Es geht um unsere Reise nach Schottland, entlang der Küste und durch die Highlands.

In meiner Kindheit , inspiriert durch eine Erzählung meiner Oma, haben mich Geschichten rund um Nessie, dem Monster von Loch Ness und die Mythen um das Loch Ness herum total fasziniert. Es gibt nämlich neben Nessie selbst noch so irre viele andere Fabelwesen dort und über das eine oder andere werde ich in anderen Beiträgen auch mal was schreiben. Seit mein Mann Sven und ich uns kennen, und das ist immerhin nun schon eine Weile, bestand immer der Wunsch einmal eine Rundreise durch Schottland zu machen und dabei am Loch Ness, Urquhart Castle, Inverness und einigen kleinere Punkten zu stoppen. Immer wieder haben wir Geld auf die Seite gelegt und immer wieder kam dann etwas dazwischen, wo wir an unsere Ersparnisse ran mussten. Also verschob sich dieser Plan dann immer weiter nach hinten.

Vor ein paar Jahren passierten dann bei mir ein paar Dinge, die Sven und mich zu der Erkenntnis brachten das wir eben nicht immer und bis in alle Ewigkeit auf der Erde sind und da fiel bereits der Entschluss große und kleine Ziele anzugehen und auch zu realisieren. Und so stand Sven dann letztes Jahr vor mir und meinte: „ Ey für wann soll ich eigentlich Urlaub einreichen damit wir nächstes Jahr nach Schottland können?“ Und ich war echt geschockt... positiv geschockt und mit Tränen , aber dennoch im Schock. Er bat mich die Planung in die Hand zu nehmen um alle Ziele und Wünsche , die ich hatte zu berücksichtigen. Also fragte ich bei Reiseagenten an ob sie mir eine Kompletttour vorschlagen könnten. Und nachdem ich leider einige aussortieren musste landete ich bei Tourlane und bat um ein Telefonat. Während des Telefonats wurde schnell klar... das wird ne größere Tour. Und auch wenn der Herr von Tourlane nicht alle Ziele einbinden konnte, weil irgendwann müssen wir ja auch mal wieder nach Hause kommen, so waren es doch schon viele und auf einige achtete er besonders. Seine Frage mit ´´Was wollt ihr? Wollt ihr Stadt, Natur, Attraktion, Geschichte? Was davon?´´ und wir so `` Jawohl!Nehmen wir alles.´´

Und das hat gut funktioniert. Und irgendwann beschloss ich, euch einfach ein wenig mit zu nehmen. Das Einizige was nun eigentlich durcheinander gekommen ist war der Zeitpunkt zu dem ich diese Blogbeiträge starten wollte... das war nämlich schon vor 2 Tagen und dann in einem regelmäßigen Abstand. Nun … ich hätte wissen müssen das dies nicht so klappt. Zum einen braucht man ja immer etwas wenn man wieder nach Hause kommt um sich zu akklimatisieren und zum anderen läuft Familienleben nie nach Plan.

Ist halt so.

Die Reise beginnt

Auch wenn die Rundreise offiziell ja erst in Schottland selbst startete muss man ja erst einmal dahin kommen. Also ging es von Gütersloh aus erstmal in Richtung Amsterdam zur Fähre von DFDS und ab auf die Fähre Amsterdam-Newcastle. Während Fähre fahren jetzt für uns nicht ganz neu war, ist es schon ein enormer Unterschied ob du mal kurz von A nach B schipperst oder ob du 16 – 17 Stunden mit Übernachtung fährst. Schon als wir zum CarCheckIn fuhren und das Schiff vor uns auftauchte war das beeindruckend.

Ich bin nicht so blauäugig und hatte mit einer Nussschale und zwei Paddeln gerechnet, aber dennoch war dies für uns der erste Moment wo klar war. Die Reise wird anders. Anders für Augen und Ohren, anders fürs Herz... für uns.

Erst in der Kabine merkte ich wir aufgeregt und müde ich eigentlich war. Da war für mich eigentlich schon klar das wir abends dort in Ruhe unserer Sucht als Filmfreaks nachkommen werden anstatt uns ins Nachleben an Board zu werfen. Aber natürlich haben wir uns dennoch alles mal angesehen.

Kurz mal zur Fähre selbst.

Betreiber ist DFDS.

Der Konzern besteht seit 1866, hat 16.500 Angestellte und bereist weltweit über 20 Routen.

Die Princess Seaways ist bietet Platz für 1200 Passagiere und 600 Autos. An Board gibt es neben den Kabinen verschiedener Preiskategorien noch 2 Dutyfree-Shops, 2 Restaurants, eine Café, 2 Nachtclubs, zwei Bars, Kino mit 6 Filmen, betreuter Kidsclub, Livemusik, Casinobereich (leider), Gaming Area, Naturbeobachtung, Chilloutareas auf jedem Deck mit Kabinen und Massagestühlen im oberen Bereich.

Unsere Innenkabine war ausgestattet mit einem kleinen Doppelbett ( ey wir sind halt groß in alle Richtungen), Spiegel, Ablagen, Klimaanlage und einem Bad mit WC, Waschbecken und Dusche.

 

Nachdem wir erstmal unsere Rucksäcke abgeladen haben, haben wir alles besichtigt und dann ging es in eine der Bars um das Ablegen des Schiffes genauer mit zu bekommen.

Und auch hier fiel mir wieder das mein Geschmack bei einigen Dingen doch irgendwie anders ist als der des Mainstreammenschen. Meine Interessen liegen da oft anders. Meine Favoriten auf der Fähre lagen klar bei dem Wildlife-Infobereich und den chilligen Zonen an den Fenstern. Für mich begann da der Urlaub mit Wohfühlfaktor in dem Moment als ich mit Strickzeug oder Buch in der Hand das Treiben der Wellen draußen beobachten konnte. Den Trubel drum herum ausgeblendet.

Während die meisten Bordgäste da eher in Clubs und Bars tingelten, gehörten wir zu den wenigen die sich den Horizont nicht nur für die Zeit eines Selfies angesehen haben.

Die Kehrseite der Medaille

Eine Sache, bei der ich definitiv zwiegespalten war und noch immer bin ist das Thema Umweltfreundlichkeit. So ein Schiff verbraucht nunmal eine große Menge Treibstoff was der Umwelt nicht gerade gut tut. Deshalb bemüht man sich an Board um alternative Stoffe, Recycling, Wiederverwendung. Das ist im eigentlichen Sinne sogar Greenwashing ( zu dem Begriff kommen wir in einem späteren Beitrag mal), aber nach Schottland rüber schwimmen wäre nun eher nicht so meins gewesen und Flugzeug ist noch weniger umweltfreundlich. Man bemüht sich neben gewissen anderen Dingen auch um Aufklärung. Auf Wunsch kann man nicht nur zur Walbeobachtung gehen ( für uns leider keine Option, weil die zu der Jahreszeit nicht dort anzufinden sind), sondern man kann sich auch bei Fachleuten auf dem Schiff Dinge zur Tierwelt in den Gewässern und den besten Umgang damit, sowie Ideen zur Umweltschonung anhören. Für viele Leute sterbenslangweilig, für uns ein tolles Angebot. Und zudem auch ein Schritt in eine gute Richtung, denn nur wenn Wissen weiter vermittelt wird können wir bessere Wege einschlagen.

Mal davon abgesehen das man eigentlich durchweg das Gefühl hatte ohne Alkohol betrunken zu sein, weil ja alles schwankte, war die Fähre und deren breiter Service an sich schon eindrucksvoll und ein gelungener Start der Reise.

17 std dauerte die Überfahrt von Amsterdam nach Newcastle und unser erstes Ziel war Newtonmore.

Aber dazu kommen wir dann beim nächsten Mal...........

 

Den nächsten Beitrag findet ihr hier sobald er online ist: 

Schottland-Roadtrip Station 1 : Wie uns Newtonmore und die Highlands verlorene Zeit zurückgeben können.

 

Die anderen Posts zu der Reise findet ihr hier:

 

4.11.2025

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